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Eigentlich hatte ich mir immer vorgestellt, eine kleine Familienchronik der Familie Hauf für diese Homepage zu erstellen, aber das Projekt kam nie so recht voran. Na, und so gab es ab und an ein paar Bilder von größeren Festen und kleineren Feiern, und das war es dann auch. Von einem unbeschwerten Leben gibt es halt auch nicht viel zu berichten.

Im September 2005 hatte sich dann ein dunkler Schatten auf uns gelegt. Wir mussten erfahren, dass unsere Tochter Lena schwer erkrankt ist. Damals hatten Lenas Erkrankung wie in unserem Leben auch auf dieser Homepage eine zentrale Rolle eingenommen. Die nachstehenden Absätzen stammen noch aus dieser Zeit.

Man kann es sich nicht vorstellen, wie die Krebserkrankung in allen Bereichen unseres täglichen Lebens Platz ergriffen hatte. Es war mir ein Bedürfnis, die Gedanken und Umstände zu Lenas schwerer Krankheit sowie den Verlauf zu dokumentieren. Viele Eindrücke verblassen im Laufe der Zeit und werden durch neue Erlebnisse überlagert.

Nach einigem Überlegen haben wir uns entschlossen, die Aufzeichnungen auf die Homepage zu stellen. Ein Grund dafür war, dass wir die vielen Freunde und Bekannten, die sich bei uns gemeldet hatten, auf diese Weise "auf dem Laufenden" halten können. Aber vor allem auch, um für Lena diesen schweren Abschnitt ihres Lebens festzuhalten.

Wir waren tief erschüttert, als wir erfahren haben, dass unsere Lena schwer krank ist. Das war am 06.09.2005, diese Datum werden wir wohl nicht mehr vergessen. Lena hatte einen Hirntumor. In zwei Operationen im September 2005 konnte der Tumor entfernt werden. Es handelte sich um ein Medulloblastom, einen bösartigen Tumor, der auch nach der operativen Entfernung noch eine umfangreiche Intensivtherapie mit Zytostatika (Chemotherapie) nötig macht. Die Chemotherapie hat im Oktober 2005 begonnen und bis Juli 2006 gedauert. Eine Bestrahlung wurde nicht durchgeführt.

Lena hat die Intensivtherapie und deren Begleiterscheinungen sehr tapfer ertragen. Insgesamt waren 16 Einheiten Chemotherapie angesetzt über eine Dauer von insgesamt 10 Monaten. Die Therapie konnte, von einigen Verzögerungen abgesehen, weitgehend planmäßig durchgeführt werden. Schwerwiegende Komplikationen blieben Lena Gott sei Dank erspart. Lena bleibt unter engmaschiger medizinischer Beobachtung, sowohl was die Rezidivdiagnostik anbelangt, als auch in Bezug auf etwaige Spätfolgen der Intensivbehandlung mit Chemotherapie.

Für uns ist Lena wieder "ganz gesund", eine komisch anmutende Redewendung, die wir uns während der langen Zeit der Chemotherapie angewöhnt hatten, wenn wir mit Lena über ihre Erkrankung gesprochen hatten - z.B. wenn es darum ging, was Lena essen darf oder wann wir wieder in Urlaub fahren werden.

Mehr zu Lenas Erkrankung und warum Lena ein Glückskind ist haben wir unter den Notizen festgehalten.



Die folgenden Passagen stammen aus der Zeit von Lenas Erkrankung, und zur Erinnerung festgehalten:


dass Lena wieder gesund wird und haben gelernt, jeden Tag die neuen Herausforderungen anzunehmen. Ja, es ist auch ein gutes Stück Gottvertrauen, das uns Kraft und Hoffnung gibt. Der Weg, den Lena jetzt geht, ist vorbestimmt.

Äußerst treffend beschrieben haben die Situation andere Eltern in der Kinderonkologie im Krankenhaus, die uns gesagt haben, man käme sich vor, als säße man in einem Zug. In diesem Zug, von dem man gehört hatte, dass es ihn gibt, man aber nie geglaubt hat, dass man jemals tatsächlich darin sitzen würde. In diesem Zug, von dem man nicht weiss, wo er hinfährt, nicht weiss, wie lange die Fahrt dauern wird, nicht weiss, wo er Station machen wird.


hat uns die Welle der Anteilnahme und Hilfsbereitschaft, die netten einfühlsamen und aufmunternden Worte, manche Geste, wo Worte fehlen. Vielen herzlichen Dank dafür.

Stellvertretend für die vielen guten Wünsche möchte ich hier ein Gedicht von Theodor Fontane und ein Gebet von Dietrich Bonhoeffer zitieren:

Tröste dich, die Stunden eilen,
und was all dich drücken mag,
auch die schlimmste kann nicht weilen,
und es kommt ein andrer Tag.
In dem ewigen Kommen, Schwinden,
wie der Schmerz liegt auch das Glück,
und auch heitere Bilder finden
ihren Weg zu dir zurück.
Harre, hoffe! Nicht vergebens
zählest du der Stunden Schlag:
Wechsel ist das Los des Leben,
und es kommt ein andrer Tag. (Theodor Fontane)

Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag. (Dietrich Bonhoeffer)


gilt allen, die durch ihr Handeln an Lenas Genesung mitwirken, vor allem den Ärzten und Pflegekräften auf der Intensivstation 24h, der Kinderonkologie 24d und der Tagesklinik 24dt/gt, den Therapeuten, Sozialpädagogen und Erzieherinnen und natürlich speziell dem Neurochirurgen mit seinem Operationsteam der Kinderklinik München-Schwabing.



würden wir uns über einen Eintrag im Gästebuch.



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